Stadtwerke Velbert verschieben CO2-Abgabe bedingte Preiserhöhung auf Ende des Winters

Bereits im Winter 2019 wurde die CO2-Abgabe im Rahmen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes festgelegt – ab 01. Januar 2021 wird diese nun bundesweit erhoben. Trotz der Auswirkung der CO2-Abgabe auf den Gaspreis werden die Stadtwerke Velbert diesen erst verzögert erhöhen – und zwar zum 01. März 2021. „Wir fangen die Co2-Abgabe für diesen Winter erst einmal aus eigener Kraft auf“, sichert Stefan Freitag, Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert, den Stadtwerke Kunden zu.

Angesichts der Corona-bedingten außergewöhnlichen Situation ist dies für Freitag der einzig vertretbare Weg. „Unsere Kunden stehen gerade in der Corona-Pandemie zu uns. Mit dieser Entscheidung können wir uns für diese Treue ein wenig erkenntlich zeigen!"

Stadtwerke Velbert beraten zum Umstieg auf klimafreundliche CO2-arme Alternativen

Konsequenz der neuen CO2-Abgabe für die Kunden ist ein Anstieg der Kosten für Sprit, Heizöl und Erdgas. Laut Umweltministerium bedeutet dies ein CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. „Die CO2-Abgabe wirkt sich auf den von uns nicht zu beeinflussenden Anteil der Steuerabgaben des Gaspreises aus. Somit steigt der Gaspreis um 0,5 Cent pro Kilowattstunde“, erläutert Freitag.

„Die CO2-Abgabe bepreist einige Bereiche des täglichen Lebens individuell. Einsparmöglichkeiten und klimafreundliche Alternativen gibt es daher viele.“ Wer zum Beispiel statt eines Auto mit Verbrennungsmotor künftig Bus und Bahn, Fahrrad oder Elektroautos nutzt, spürt die Abgaben deutlich weniger. In den letzten Jahren haben die Stadtwerke Velbert die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Velbert weiter ausgebaut und erleichtern es damit den Bürgern, mit öffentlichen und individuellen Lösungen auf klimafreundliches Fahren umzusteigen. 12 öffentliche Ladesäulen sind in Velbert bereits in Betrieb – weitere 31 werden bis Ende 2021 errichtet.

Um in Zukunft sparsam und umweltbewusst zu heizen, eignen sich beispielsweise eigene Solaranlagen oder moderne, energieeffiziente Heizungen statt alten Ölheizungen. Mit dem Stadtwerke-Pachtmodell für Solaranlagen und Heizungen ist dies bereits ohne hohe Investitionskosten möglich. „Wir empfehlen unseren Kunden zu prüfen, was sie durch eine Umrüstung von einer alten auf eine neue Anlagen einsparen könnten. Die Stadtwerke beraten die Velberter dabei gerne und stehen ihnen mit individuellen Möglichkeiten zur Seite“, so Freitag.