16.06.2026

Nach zwei Jahren Preiskonstanz: Stadtwerke Velbert passen ihre Wasserpreise aufgrund steigender Kosten zum 01.07.2026 moderat an

Die überall zu verzeichnende Dynamik in der Kostenentwicklung macht auch vor dem Bereich der Wasserversorgung nicht halt.

In den vergangenen zwei Jahren haben vor allem gestiegene Personal- und Wasserbezugskosten sowie höhere Material- und Baukosten zu einer Erhöhung der Aufwendungen beigetragen. Auch zusätzliche Verpflichtungen aus der gesetzlichen Anpassung der Trinkwasserverordnung mehren den Aufwand. Hinzu kommen notwendige Investitionen in den Erhalt und die Modernisierung der Infrastruktur, die für die langfristige Sicherstellung einer leistungsfähigen und zuverlässigen Wasserversorgung unerlässlich sind. 

Diese Entwicklung spiegelt sich in den für den Wasserpreis wichtigsten Kostenpositionen wider: 

  • So ist der Wasserbezugspreis der Vorlieferanten allein von 2025 auf 2026 um 5 Prozent gestiegen.
  • Die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebenen Wasseranalysen haben sich infolge neuer gesetzlicher Anforderungen um rund 40 Prozent erhöht.
  • Bei den tariflichen Personalaufwendungen der Stadtwerke Velbert ist seit 2024 in mehreren Schritten ein Anstieg von über 12,00 % zu verzeichnen. 

     

    Vor diesem Hintergrund passen die Stadtwerke Velbert die Wasserpreise in Velbert zum 01.07.2026 moderat an. Im Versorgungsgebiet Velbert-Mitte, -Neviges und -Tönisheide wurde die letzte Preisanpassung vor zwei Jahren zum 01.07.2024 vorgenommen. In Velbert Langenberg, das zuvor durch Gelsenwasser betrieben und zum 01.01.2024 von den Stadtwerken übernommen wurde, erfolgte die letzte Preiserhöhung sogar vor vier Jahren zum 01.07.2022. 

    „Es ist uns in den letzten zwei Jahren gelungen, die steigenden Kosten teils durch interne Verbesserungen aufzufangen. Die anhaltende Kostendynamik macht eine maßvolle Weitergabe aber nun erforderlich.” erklärt Tobias Grau, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. Eine Besonderheit gibt es mit Blick auf das Versorgungsgebiet in Velbert Langenberg: Hier fand zum 01.01.2025 die Umstellung des Preismodells auf die Systempreislogik des gesamten Versorgungsgebiets statt. Insgesamt war diese Umstellung vollständig umsatz- und aufkommennseutral und stellte keine Preiserhöhung dar. Dies wurde auch der zuständigen Aufsichtsbehörde dargelegt. 

    „Mit der Übernahme der Wasserversorgung in Velbert-Langenberg haben wir den Zustand der bestehenden Infrastruktur umfassend analysiert. Dabei hat sich gezeigt, dass das Netz im Durchschnitt rund 7,5 Jahre älter ist als das Bestandsnetz in Velbert-Mitte, -Neviges und Tönisheide und einen deutlich höheren Investitionsbedarf aufweist. Gleichzeitig sind die Bau- und Materialkosten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Um die Versorgungssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und die Wasserversorgung gleichzeitig energieeffizienter aufzustellen, werden wir in den kommenden Jahren gezielt in die Modernisierung der Anlagen und Leitungsnetze investieren.“, so Saša Vasković, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Velbert. 

    Auswirkungen der Preisanpassung 
    Der Arbeitspreis, das heißt die mengenabhängige Komponente, wird im gesamten Wasserlieferungsgebiet 1,74 €/m³ (brutto) betragen. Die Systempreise verändern sich gemäß der Abnahmefälle in Abhängigkeit von der Anzahl der Wohneinheiten. In der Kombination aus Arbeitspreis und Systempreis erhöht sich der Wasserpreis bei einem beispielhaften Einfamilienhaus und einem Jahresverbrauch von rund 100 m3 in Velbert-Mitte, -Neviges und -Tönisheide um 5 Prozent. In Velbert-Langenberg beträgt die Preisanpassung 13 Prozent. 

    Für ein Einfamilienhaus ergibt sich hierdurch in Velbert-Mitte, -Neviges und -Tönisheide eine Mehrbelastung von rund 1,61 Euro pro Monat. Für einen Haushalt in einem Mehrparteienhaus mit fünf Wohneinheiten ergibt sich eine monatliche Mehrbelastung von 0,89 Euro. In Velbert-Langenberg liegt die Erhöhung bei einem Einfamilienhaus bei 3,75 Euro pro Monat und einem Mehrparteienhaus mit fünf Wohneinheiten pro Haushalt bei 1,96 Euro. Als lokaler Energieversorger investieren die Stadtwerke kontinuierlich in den Erhalt, die Modernisierung und die energetische Optimierung der Infrastruktur. Vor dem Hintergrund gestiegener Kosten ist die Preisanpassung erforderlich, um diese Aufgaben weiterhin wirtschaftlich erfüllen zu können und die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung langfristig sicherzustellen. 

    Mehr Informationen auf der Webseite der Stadtwerke Velbert 
    Weitere Details zu den Preisstaffelungen pro Wohneinheit bei Wohngebäuden sowie bei Nicht-Wohngebäuden je Verbrauchsklassen sind auf der Internetseite der Stadtwerke Velbert zu finden.